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Am 16. Oktober 2026 sind die niedrigsten Krypto-Börsen-Gebühren in der EU 0,10 % pro Order im Orderbuch von Gate und 1,00 € pro Order bei Trade Republic. Bybit EU nimmt 0,2500 %, Kraken Pro bis zu 0,80 % als Taker, die Kraken-App 1,00 % auf Sofortkäufe. Entscheidend ist, welchen Weg in die Börse Sie wählen.

Was kostet ein Kauf von 1.000 € Bitcoin wirklich?
Ein Kauf über 1.000 € und ein späterer Verkauf über 1.000 € kosten je nach Anbieter 2,00 € bis 20,00 €. Die Zahlen unten sind aus den Gebührensätzen der Einstiegsstufe gerechnet, die wir am 16. Oktober 2026 auf den Preisseiten der Anbieter gelesen haben.
| Anbieter | Satz der Einstiegsstufe | 1.000 € kaufen | 1.000 € verkaufen | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Gate, Orderbuch | 0,10 % Maker und Taker | 1,00 € | 1,00 € | 2,00 € |
| Trade Republic | 1,00 € Pauschale je Order, zuzüglich Spread | 1,00 € | 1,00 € | 2,00 € plus Spread |
| Bybit EU, Orderbuch | 0,2500 % einheitlich | 2,50 € | 2,50 € | 5,00 € |
| Kraken Pro, als Maker | 0,40 % Maker (Stufe 1) | 4,00 € | 4,00 € | 8,00 € |
| Kraken Pro, als Taker | 0,80 % Taker (Stufe 1) | 8,00 € | 8,00 € | 16,00 € |
| Kraken-App, Sofortkauf | 1,00 % auf Sofort- und Sparplankäufe | 10,00 € | 10,00 € | 20,00 € |
Das Zehnfache zwischen der günstigsten und der teuersten Variante entsteht nicht durch verschiedene Börsen, sondern durch verschiedene Wege in dieselbe Börse. Wer bei Kraken auf den Sofortkauf-Knopf in der App drückt, zahlt 1,00 %. Wer dieselbe Menge über Kraken Pro als Limit-Order ins Orderbuch legt, zahlt 0,40 %. Bei 1.000 € sind das 6 € Unterschied pro Richtung.
Bei Trade Republic kommt der Spread hinzu, den die Bank in ihrer Preisübersicht nicht bezifferte, als wir sie am 16. Oktober 2026 gelesen haben. Die 1,00 € sind deshalb die Untergrenze, nicht der Gesamtpreis.
Das Wichtigste in Kurzform
- Gate berechnet in der Einstiegsstufe VIP 0 je 0,10 % für Maker und Taker (Preisseite der EU-Fassung, geprüft am 16. Oktober 2026).
- Bybit EU hat die Trennung in Maker- und Taker-Gebühr am 5. Oktober 2026 um 11:00 UTC abgeschafft und berechnet seitdem einen einheitlichen Satz, in VIP 0 sind das 0,2500 %.
- Kraken Pro verlangt in Stufe 1 (30-Tage-Volumen unter 5 Mio. USD) 0,40 % als Maker und 0,80 % als Taker. Die Kraken-App kostet 1,00 % auf Sofortkäufe und 1,50 % auf Custom Orders.
- Trade Republic nimmt 0,00 € Orderprovision und 1,00 € Abwicklungskostenpauschale je Order, bei Auswahl des Direktpreises an der Börse 2,00 €. Krypto-Sparpläne führt die Bank ohne Pauschale aus.
- Von den auf dieser Seite behandelten Anbietern stehen Bybit EU, Gate, Kraken, Coinbase, Bitstamp, Bitpanda und Trade Republic im MiCA-Interimsregister der ESMA, Binance, BingX und Bitget nicht (Registerdatei vom 8. Oktober 2026, Datenstand 7. Oktober 2026).
- Kauf- und Verkaufsgebühren mindern den steuerpflichtigen Gewinn nach § 23 EStG, weil sie als Anschaffungsnebenkosten und als Minderung des Veräußerungspreises einfließen.
Welche Krypto-Börse hat die niedrigsten Gebühren, und wer darf sie in der EU anbieten?
Gate hat am 16. Oktober 2026 den niedrigsten belegbaren Orderbuch-Satz (0,10 %) und eine MiCA-Zulassung aus Malta. Ein niedriger Satz allein genügt aber nicht: ohne Zulassung darf ein Anbieter Kunden in der EU seit dem Ende der Übergangsfristen nicht mehr regulär bedienen.

| Anbieter (EU-Gesellschaft) | Kostenmodell | Satz der Einstiegsstufe, geprüft 16.10.2026 | MiCA-Zulassung laut ESMA-Registerdatei (Stand 7.10.2026) | Nicht geeignet, wenn |
|---|---|---|---|---|
| Gate (Gate Technology Limited, Malta) | Orderbuch, Maker und Taker gleich | 0,10 % / 0,10 % (VIP 0) | ja, MFSA Malta, seit 29.09.2025 | Sie eine deutschsprachige Oberfläche und deutschen Support erwarten |
| Bybit EU (Bybit EU GmbH, Wien) | Orderbuch, ein einheitlicher Satz | 0,2500 % (VIP 0, seit 05.10.2026) | ja, FMA Österreich, seit 28.05.2025 | Sie als Maker Rabatte erwarten: die gibt es seit der Umstellung nicht mehr |
| Kraken (Payward Europe Solutions Limited und Payward Global Solutions Limited, Dublin) | Orderbuch (Pro) und Festpreis (App) | Pro: 0,40 % Maker / 0,80 % Taker (Stufe 1). App: 1,00 % Sofortkauf, 1,50 % Custom Order | ja, Central Bank of Ireland, seit 25.06.2025 | Sie überwiegend als Taker kaufen: 0,80 % liegen über dem Marktniveau |
| Trade Republic (Trade Republic Bank GmbH, Berlin) | Pauschale je Order plus Spread | 0,00 € Provision, 1,00 € Pauschale je Order, 2,00 € bei Direktpreis an der Börse | ja, BaFin, seit 28.04.2025 | Sie den Gesamtpreis vorab kennen wollen: den Spread nennt die Preisübersicht nicht |
| Coinbase (Coinbase Luxembourg S.A.) | Orderbuch und Sofortkauf | am 16.10.2026 nicht aus einer offen abrufbaren Preisseite auslesbar | ja, CSSF Luxemburg, seit 20.06.2025 | Sie den Preis vorab kennen wollen: weder der Orderbuch- noch der Sofortkauf-Satz war für uns lesbar |
| Bitstamp (Bitstamp Europe S.A.) | Orderbuch | am 16.10.2026 nicht auslesbar | ja, CSSF Luxemburg, seit 15.05.2025 | Sie eine Zahl zum Nachrechnen brauchen: die Preisseite gab uns keine Werte heraus |
| Bitpanda (Bitpanda GmbH, Wien, und Bitpanda Asset Management GmbH, Berlin) | Spread-Modell und Pro-Oberfläche | am 16.10.2026 nicht auslesbar | ja, FMA Österreich seit 09.04.2025, BaFin seit 24.01.2025 | Sie statt eines Spreads eine ausgewiesene Prozentgebühr sehen wollen |
| Binance | Orderbuch | am 16.10.2026 nicht auslesbar | nein, keine Gesellschaft der Gruppe in der Registerdatei | Sie Wert auf einen EU-zugelassenen Anbieter legen |
| BingX | Orderbuch | am 16.10.2026 nicht auslesbar | nein | Sie Wert auf einen EU-zugelassenen Anbieter legen |
| Bitget | Orderbuch | am 16.10.2026 nicht auslesbar | nein | Sie Wert auf einen EU-zugelassenen Anbieter legen |
Fünf Preisseiten konnten wir am 16. Oktober 2026 nicht auslesen, weil sie ihre Gebührentabellen erst im Browser per JavaScript aufbauen. Wir übernehmen solche Zahlen nicht aus Vergleichsportalen, deshalb steht dort kein Wert. Die Zulassungsangaben stammen in allen Fällen aus der Registerdatei der ESMA, nicht von den Anbietern selbst. Die vollständige Übersicht pflegen wir in unserem MiCA-Lizenz-Tracker; die Liste der Krypto-Börsen ordnet die Anbieter nach Einsatzzweck.
Welche Gebührenarten fallen beim Handel an?
Beim Handel fallen bis zu fünf verschiedene Kosten an. Nur die erste davon steht meist in der Werbung.
- Taker-Gebühr: Sie nehmen Liquidität aus dem Orderbuch, Ihre Order wird sofort ausgeführt. Bei Kraken Pro Stufe 1 sind das 0,80 %.
- Maker-Gebühr: Ihre Limit-Order bleibt zunächst im Buch stehen und stellt Liquidität. Bei Kraken Pro Stufe 1 sind das 0,40 %, bei Gate dasselbe wie die Taker-Gebühr.
- Spread: die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs. Er wird nicht als Gebühr ausgewiesen und steckt bei Brokern und Neobrokern im Preis.
- Netzwerkgebühr: fällt beim Abheben von Coins auf eine eigene Wallet an und richtet sich nach dem Blockchain-Netzwerk, nicht nach der Börse.
- Umrechnungsgebühr: entsteht, wenn Ihre Einzahlung in Euro ist, das Handelspaar aber in US-Dollar notiert. Sie vermeiden sie, indem Sie ein Euro-Paar handeln.
Wer die Unterschiede zwischen Sofortkauf und Orderbuch sortieren will, findet die Mechanik im Beitrag zum Spot-Handel. Wann die Spreads im Tagesverlauf am engsten sind, steht bei den Handelszeiten.
Welche Sätze gelten gerade, und was hat sich 2026 geändert?
Vier Anbieter veröffentlichen ihre Sätze offen, hier stehen sie mit Prüfdatum. Zwei Umstellungen aus diesem Jahr machen ältere Tabellen der Krypto-Börsen-Gebühren unbrauchbar: Bybit EU hat die Maker-Taker-Trennung abgeschafft, und Kraken bestimmt die Gebührenstufe inzwischen plattformübergreifend.
Geprüft am 16. Oktober 2026: Gate berechnet in der Einstiegsstufe VIP 0 je 0,10 % für Maker und Taker, ohne Mindestvolumen. Träger der EU-Fassung ist die Gate Technology Limited in Malta, MiCA-Zulassung der MFSA vom 29. September 2025. Deutschland steht im Passporting-Verzeichnis der Registerdatei, der Anbieter darf deutsche Kunden also grenzüberschreitend bedienen.
Geprüft am 16. Oktober 2026: Bybit EU berechnet seit dem 5. Oktober 2026, 11:00 UTC, einen einheitlichen Handelssatz je Konto statt getrennter Maker- und Taker-Sätze. In VIP 0 sind das 0,2500 %, ab einem Guthaben oder 30-Tage-Volumen von 100.000 € sinkt der Satz auf 0,2200 %. Träger ist die Bybit EU GmbH in Wien, MiCA-Zulassung der österreichischen FMA vom 28. Mai 2025; Deutschland ist im Passporting-Verzeichnis enthalten.
Geprüft am 16. Oktober 2026: Kraken setzt die Gebührenstufe nach dem jeweils günstigsten von drei Werten fest, dem Spot-Volumen, dem Futures-Volumen oder dem Vermögen auf der Plattform. Stufe 1 beginnt bei 0 USD Spot-Volumen und kostet 0,40 % als Maker und 0,80 % als Taker. Für deutsche Kunden ist die Payward Europe Solutions Limited zuständig: nur deren Eintrag führt Deutschland im Passporting-Verzeichnis, die Payward Global Solutions Limited nennt dort allein Irland und Zypern. Die Schwellenwerte sind in US-Dollar angegeben, obwohl die EU-Gesellschaft aus Dublin arbeitet; den Tageskurs finden Sie bei den Referenzkursen der EZB.
Geprüft am 16. Oktober 2026: Trade Republic nennt in der Preisübersicht 0,00 € Orderprovision, 1,00 € Abwicklungskostenpauschale je Order und 2,00 € bei Auswahl des Direktpreises an der Börse. Die Ausführung von Krypto-Sparplänen ist ohne Pauschale möglich. Die Bank verweist zugleich darauf, dass Spread und Fremdkosten zusätzlich anfallen können. Zulassung: BaFin, seit 28. April 2025 im Register, mit Deutschland als Heimatmarkt.
Bei Binance, BingX und Bitget steht keine Gesellschaft in der ESMA-Registerdatei. Wir prüfen und bewerten ihre Gebühren deshalb nicht und verweisen Leser nicht dorthin. Die Mitteilung der ESMA zum Ende der Übergangsfristen beschreibt, was das für Bestandskunden bedeutet.
Für wen passt welcher Anbieter?
Am besten für niedrige Orderbuch-Gebühren: Gate, 0,10 % für Maker und Taker in der Einstiegsstufe, ohne Mindestvolumen.
Am besten für kleine, regelmäßige Käufe aus Deutschland: Trade Republic, weil die Pauschale von 1,00 € bei Sparplänen entfällt und die Bank der BaFin unterliegt.
Am besten für eine Gebühr ohne Rechnerei: Bybit EU, ein Satz von 0,2500 % unabhängig davon, ob Ihre Order als Maker oder Taker ausgeführt wird.
Am besten für geduldige Limit-Orders: Kraken Pro, 0,40 % als Maker, verbunden mit einer Zulassung der Central Bank of Ireland.
Wer sollte diese Anbieter meiden?
Nicht für Sie, wenn Sie Marktorders im Minutentakt setzen: bei Kraken Pro kostet jede sofort ausgeführte Order 0,80 % und damit achtmal so viel wie bei Gate. Nicht für Sie, wenn Sie Ihre Coins selbst verwahren wollen und Trade Republic nutzen: prüfen Sie vor dem Kauf in der App, ob Ihr Coin auf eine eigene Wallet übertragbar ist. Und nicht für Sie, wenn Sie Wert auf eine EU-Zulassung legen und bei Binance, BingX oder Bitget handeln: diese Anbieter stehen nicht im MiCA-Register, wir empfehlen sie nicht und bewerten sie nicht.
Wie senken Sie Ihre Handelsgebühren?
Der größte Hebel liegt nicht im Anbieterwechsel, sondern in der Orderart und in der Anzahl der Trades.
- Legen Sie Limit-Orders statt Marktorders, wo Maker und Taker unterschiedlich bepreist sind. Bei Kraken Pro halbiert das die Gebühr von 0,80 % auf 0,40 %.
- Handeln Sie das Euro-Paar, wenn Ihre Einzahlung in Euro ist. Jeder Umweg über US-Dollar kostet eine Umrechnung.
- Kaufen Sie seltener und größer. Pauschalen wie die 1,00 € von Trade Republic fallen je Order an, nicht je Euro.
- Nutzen Sie Sparpläne, wenn der Anbieter sie ohne Pauschale ausführt.
- Prüfen Sie vor dem Abheben die Netzwerkgebühr des Coins. Sie hängt am Blockchain-Netzwerk und ist bei einigen Netzen um Größenordnungen niedriger als bei Bitcoin.
- Rechnen Sie bei dezentralen Börsen die Pool-Gebühr und die Netzwerkgebühr zusammen. Gebührenfrei ist dort nichts, und bei kleinen Beträgen liegt der Gesamtpreis oft über dem einer zugelassenen Börse.
- Rechnen Sie bei Spread-Anbietern den Spread als Gebühr mit, auch wenn er nicht so heißt.
Gebühren bei Bots, Margin und Futures
Automatisierte Strategien zahlen auf den meisten zentralen Börsen dieselben Handelsgebühren wie manuelle Trades. Teurer wird es bei Hebelprodukten, weil dort Finanzierungskosten dazukommen.
Wenn Sie Krypto-Handelsbots einsetzen, gilt die Gebührenstufe Ihres Kontos, nicht eine eigene Bot-Gebühr. Abonnements fallen nur für die Bot-Plattform an, nicht für die Börse, und API-Limits können bei sehr hoher Frequenz zu abgelehnten Orders führen. Bei Margin-, Options- und Futures-Positionen kommen Finanzierungs- und Rollover-Kosten hinzu, die laufend anfallen, solange die Position offen ist, sowie Gebühren bei einer Zwangsliquidation. Welche Strategien das betrifft, steht in unserer Übersicht zum Kryptohandel.
Wie werden Krypto-Gebühren in Deutschland steuerlich behandelt?
Kauf- und Verkaufsgebühren mindern in Deutschland den steuerpflichtigen Gewinn. Sie zählen als Anschaffungsnebenkosten beziehungsweise als Abzug vom Veräußerungspreis in der Gewinnermittlung des privaten Veräußerungsgeschäfts nach § 23 EStG.
Für private Anleger bleibt der Gewinn steuerfrei, wenn zwischen Kauf und Verkauf mehr als ein Jahr liegt. Innerhalb der Jahresfrist gilt der persönliche Einkommensteuersatz. Dazu kommt eine Freigrenze: nach § 23 Absatz 3 Satz 5 EStG bleiben Gewinne steuerfrei, solange der Gesamtgewinn aus allen privaten Veräußerungsgeschäften eines Kalenderjahres unter 1.000 € liegt. Ab 1.000 € ist der gesamte Gewinn steuerpflichtig, nicht nur der Teil darüber.
Maßgeblich für die Praxis ist das BMF-Schreiben vom 6. März 2025 (Az. IV C 1 – S 2256/00042/064/043, “Einzelfragen zur ertragsteuerrechtlichen Behandlung bestimmter Kryptowerte”). Es ersetzt das Schreiben vom 10. Mai 2022, behält § 23 EStG, die Einjahresfrist und die walletbezogene FIFO-Zuordnung bei und beschreibt ab Randnummer 87 ausführlich, welche Aufzeichnungen das Finanzamt erwartet. Je Vorgang gehören Datum, Art, Menge und Euro-Wert dazu. Hinzu kommt die Meldepflicht der Anbieter: die Richtlinie DAC8 der EU gilt ab dem 1. Januar 2026, Krypto-Dienstleister melden Nutzerdaten seitdem an die Finanzverwaltungen.
Für den Nachweis brauchen Sie einen Report über alle Transaktionen. Steuerreports für mehrere Börsen und Wallets erzeugen unter anderem KoinlyAnzeige, CoinLedgerAnzeige und AccointingAnzeige. Dieser Abschnitt ist keine Steuerberatung; für Ihren Einzelfall ist ein Steuerberater zuständig.
MiCA-Zulassung: wer in der EU Krypto anbieten darf
Gebühren darf jeder Anbieter frei festsetzen. Was er in der EU anbieten darf, regelt dagegen die Verordnung über Märkte für Kryptowerte.
Seit dem Ende der nationalen Übergangsfristen brauchen Krypto-Dienstleister eine Zulassung nach der MiCA-Verordnung, die sie im gesamten Binnenmarkt nutzen können. In Deutschland erteilt und beaufsichtigt die BaFin diese Erlaubnis für Kryptoinstitute, für Bybit EU war es die österreichische FMA, für Gate die MFSA in Malta. Die Europäische Kommission führt die Einordnung der Rechtsakte zu Kryptowerten. Wie die Verordnung aufgebaut ist und was sie für Anleger ändert, erklären wir im Beitrag zur MiCA-Verordnung in Europa.
Häufig gestellte Fragen
Welche Krypto-Börse hat die niedrigsten Gebühren?
Unter den Anbietern mit EU-Zulassung und offen lesbarer Preisseite hat Gate am 16. Oktober 2026 den niedrigsten Satz: 0,10 % für Maker und Taker in der Einstiegsstufe VIP 0, ohne Mindestvolumen. Bybit EU folgt mit einem einheitlichen Satz von 0,2500 %. Bei sehr kleinen Beträgen kann die Pauschale von 1,00 € bei Trade Republic günstiger sein, der Spread kommt dort aber hinzu.
Was kostet es, 1.000 Euro in Bitcoin zu tauschen?
Bei einem Satz von 0,10 % zahlen Sie 1,00 €, bei 0,2500 % sind es 2,50 €, bei 0,80 % schon 8,00 € und beim Sofortkauf in der Kraken-App mit 1,00 % zehn Euro. Rechnen Sie den späteren Verkauf mit, verdoppelt sich der Betrag. Für denselben Kauf und Verkauf liegt die Spanne zwischen 2,00 € und 20,00 €.
Was ist der Unterschied zwischen Maker- und Taker-Gebühr?
Die Taker-Gebühr zahlen Sie, wenn Ihre Order sofort gegen eine bestehende Order im Buch ausgeführt wird. Die Maker-Gebühr gilt, wenn Ihre Limit-Order zunächst im Orderbuch stehen bleibt und damit Liquidität bereitstellt. Sie ist meist niedriger. Bybit EU hat diese Unterscheidung am 5. Oktober 2026 abgeschafft, Gate berechnet beide Seiten gleich.
Gibt es Krypto-Börsen ohne Handelsgebühren?
Nein, kostenlos ist kein Handel. Anbieter ohne ausgewiesene Gebühr verdienen über den Spread, also über die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs. An dezentralen Börsen zahlen Sie statt einer Börsengebühr eine Pool-Gebühr plus Netzwerkgebühr. Bei kleinen Beträgen liegt der Gesamtpreis dort häufig über dem einer zugelassenen Börse.
Sind Krypto-Handelsgebühren in Deutschland steuerlich abzugsfähig?
Sie mindern den steuerpflichtigen Gewinn. In der Gewinnermittlung nach § 23 EStG erhöhen Kaufgebühren die Anschaffungskosten als Anschaffungsnebenkosten, Verkaufsgebühren mindern den Veräußerungspreis. Beides senkt den Gewinn, den Sie versteuern. Eine Steuerberatung ist das nicht; die maßgeblichen Vorgaben stehen im BMF-Schreiben vom 6. März 2025.
Welche Krypto-Börsen haben eine MiCA-Lizenz?
In der Registerdatei der ESMA mit Datenstand 7. Oktober 2026 stehen unter anderem Bybit EU GmbH (FMA Österreich), Gate Technology Limited (MFSA Malta), Coinbase Luxembourg S.A. und Bitstamp Europe S.A. (beide CSSF Luxemburg), Payward für Kraken (Central Bank of Ireland), Bitpanda (FMA und BaFin) sowie Trade Republic Bank GmbH (BaFin). Binance, BingX und Bitget stehen nicht darin.
Wie schätze ich meine gesamten Handelsgebühren im Monat ein?
Multiplizieren Sie Ihr erwartetes Handelsvolumen der letzten 30 Tage mit dem Gebührensatz Ihrer Stufe und zählen Sie eine etwaige Pauschale je Order hinzu. Rechnen Sie Auszahlungen und Netzwerkgebühren separat dazu, denn sie hängen nicht am Volumen. Wer viermal im Monat 500 € als Taker bei 0,80 % handelt, zahlt 16 € Gebühren.
Wie wir recherchiert haben: Wir haben am 16. Oktober 2026 die Preisseiten von Gate (EU-Fassung), Bybit EU, Kraken und Trade Republic gelesen und die Sätze der jeweiligen Einstiegsstufe übernommen; die Beispielrechnungen sind daraus abgeleitet. Die Zulassungsangaben stammen aus der Registerdatei der ESMA zu Krypto-Dienstleistern mit Datenstand 7. Oktober 2026. Fünf Preisseiten bauen ihre Gebührentabelle erst im Browser auf und waren für uns nicht auslesbar; dort haben wir keinen Wert eingesetzt statt Zahlen aus Vergleichsportalen zu übernehmen. Wir haben kein Konto bei diesen Anbietern eröffnet und keine Order ausgeführt.